Astrotrade-News Mai 2006
von: Uwe Kraus am: 01.05.06 | Visitenkarte des Autoren
veröffentlicht unter
www.astrologie.de
Die Wirtschaftsinstitute überschlagen sich mittlerweile vor Begeisterung über den zunehmenden Anstieg bei Wirtschaftsentwicklung, Produktivität, sinkender Arbeitslosenzahlen etc. Das hätten sie ein wenig früher haben können. Im November 2005 wurde dies schon in der Mundankurve für das Jahr 2006 bei Astrotrade in den Expertisen veröffentlicht. Dort ist auch zu sehen, dass der Mai einen weiteren Höhepunkt in dieser Gesamtentwicklung darstellt. Allerdings verschätzen sich auch hier viele hinsichtlich der Dauer dieser Entwicklung. Es stecken nämlich noch ein paar Überraschungen in der zweiten Jahreshälfte. Aber man kann natürlich mit viel Aufwand und Kosten Metagnosen liefern, die einen kurzen Ausblick haben. Astrologie ist ein wenig effektiver und genauer.
Der Mai zeigt, wie angekündigt die Jupiter/Uranuskonstellation, die mit Optimismus, Wirtschaftswachstum, Expansion, Börsenauftrieb etc. zu tun hat und noch gut bis zum 15. wirkt. Danach wird sie abgelöst von einem Jupiter/Plutoaspekt stationär bis Anfang Juni, der typischerweise mit noch mehr Expansion, Anspruch, Übertreibung, zu großem Optimismus und Entwicklung in allen Wirtschafts- und Finanzbereichen zu tun hat.
Das ist eine starke, expansive Konstellation für den Mai, die einiges erwarten lässt. Deutschland wird auch durch die Fußball WM gepusht und in den nächsten Monaten einen sekundären Positiveffekt haben. Aber man sollte nicht zu übermütig werden. Jupiter/Pluto ist auch die Übertreibung, die Blase der Spekulation.
Von den Indizes denke ich, dass sie sich weiterentwickeln können mit gewissen Konsolidierungsfaktoren. Bis zum Sommer hin sehen die zum großen Teil recht gut aus. Interessant sind nach wie vor die Rohstoffe. Nach kleineren Rücksetzern oder Konsolidierungen erwarte ich in den kommenden Monaten weitere Höhepunkte. Das muss allerdings nicht im Mai bei den Rohstoffen direkt so weitergehen.
Von den Kleinaspekten haben wir nicht übermäßig auffällige Dinge. Interessant Anfang Mai ist die Sonne/Marskonstellation zu Jupiter/Uranus. Die wird in den ersten zehn Maitagen die Dynamik verstärken und den Optimismus vorantreiben.
Prognose DAX
Der DAX hat wie erwartet im April einen kleinen Rücksetzer hingelegt. Der Mai sollte unter günstigen Aspekten stehen. Nach einem langsamen Start könnte es den Rest des Monats fulminant werden. Uranus zur Venus stationär könnte Antrieb geben. Jupiter zu Uranus um den 10. Mai herum sieht auch ganz erfrischend aus. Für den DAX insgesamt recht erfreulich positive Konstellationen. Der Volatilitätsrahmen beträgt hier etwa 300 Punkte, so dass im positiven Fall der DAX auf 6150 gehen könnte im Negativen unter 5850.
Uwe M. Kraus
Nachtrag zum Zeitinhalt auf der bueso-seite:
Systemkrise:
"Angst" und "Panik" vor einem "Börsencrash" beherrschen die Schlagzeilen
(FAZ, Financial Times Deutschland, Handelsblatt, EIR)
An den Überschriften in den Finanzseiten der Tagespresse konnte man letzte Woche auch ohne genaue Kurszahlen den Einbruch auf den Weltfinanzmärkten gut ablesen. Am Montag, den 12. Juni, sprach die Frankfurter Allgemeine Zeitung noch von "Angst" auf den Aktienmärkten, die aber noch nicht in "Verzweiflung" übergegangen sei. Zwei Tage später fand sich bereits das Wort "Panik" in der FAZ-Überschrift. Und die Financial Times Deutschland nahm an demselben Tag das gefürchtete Wort "Börsencrash" in die Überschrift.
Das war keine Übertreibung, denn der scharfe Einbruch auf den Aktienmärkten war weltweit, er betraf die OECD-Staaten genauso wie die "aufstrebenden" Volkswirtschaften: Am 13. Juni war der Nikkei-Index in Tokio um 614 Punkte oder 4,14% gefallen und in ganz Asien fielen die Kurseinbrüche ähnlich hoch aus. In Westeuropa lagen die Kursverluste bei 2-3% und in Osteuropa bei 3-5%. Ein ähnliches Bild bot sich an diesem Tag auch in Nord- und Südamerika. Damit hat die Tokioter Börse zwischen Mitte Mai und Mitte Juni rund 15% verloren, in Westeuropa lagen die Verluste durchschnittlich bei 10-15% und in den USA bei 10 %. An den Börsen der sog. "aufstrebenden" Länder lagen die Verluste noch deutlich höher - in Istanbul, Moskau oder Delhi bis zu 30%. Für diesen Zeitraum wird die Gesamtsumme der Aktien-"Werte", die sich in Luft aufgelöst haben, auf 2-3,5 Billionen Dollar geschätzt. Gleichzeitig brachen die Preise für Edel- und Industriemetalle weiter ein, wobei sich der Preisrückgang in diesem Sektor während der letzten vier Wochen auf rund 20% summiert.
Von den Zentralbanken kamen ziemlich nichtssagende Äußerungen. Mervin King, der Chef der Bank von England, sagte: "Die Feststellung, daß ein derartiges Niveau der Vermögenspreise wahrscheinlich unhaltbar ist, zusammen mit der Verschärfung der monetären Politik in vielen Ländern, hat Unsicherheit in die Finanzmärkte gebracht." Und IWF-Chef Rodrigo Rato meinte: "Es offenbart sich eine gewachsene Aversion gegen Risiken, indem Investoren die Aussichten für Liquidität, Inflation und Wachstum neu bewerten... Angesichts risikobehafteter Inflationserwartungen und der Sorge, daß höhere Zinsraten das Wachstum abwürgen könnten, ist der Drahtseilakt, den die Zentralbanken weltweit vollführen müssen, noch schwieriger geworden." Die Zentralbanker dürfen und wollen natürlich nicht das Offensichtliche sagen: Das Weltfinanzsystem insgesamt funktioniert einfach nicht mehr. Es ist dabei zu zerbrechen. Dieser Zusammenbruchsprozeß erfolgt in Schüben, die unterschiedliche Formen in den verschiedenen Sektoren des Weltfinanzsystems annehmen.
Auf die exponentiellen Preissteigerungen im Energie- und Rohstoffsektor von März bis Mitte Mai folgte seither ein scharfer Preiseinbruch, wenngleich die Energie- und Rohstoffpreise nach wie vor rekordhoch sind. Die inflationierten Rohstoffpreise sind das Ergebnis der massiven Geldschwemme, die von den Zentralbanken insbesondere seit 2001 ins Finanzsystem gepumpt wurden. Aber das taten sie nicht zum Spaß, sondern weil sie nach dem Platzen der "New Economy"-Blase im Liquiditätspumpen die einzige Chance sahen, einen Systemkollaps hinauszuschieben. Nachdem im Mai klar wurde, daß die extrem inflationierten Energie- und Rohstoffpreise sich zu einer allgemeinen Inflationsdynamik ausweiten, hatten die Zentralbanken wiederum keine Wahl als an der Zinsschraube zu drehen. Folglich erhöhten im Juni die Federal Reserve, die Europäische Zentralbank, die Schweizer Zentralbank und ein halbes Dutzend anderer Zentralbanken die Zinsen. Das wiederum konnte nicht ohne Folgen für die Aktienpreise bleiben, die im Hinblick auf die zugrundeliegende realwirtschaftliche Leistungskraft ebenfalls weit überhöht sind. Und deshalb sehen wir jetzt weltweit abstürzende Aktienkurse.
Wenn die Aktieneinbrüche weitergehen und steigende Zinsen bezüglich der Immobilienblasen in den USA und auch anderswo Wirkung zeigen, dann werden die Zentralbanken das Ruder wiederum in Richtung Liquiditätspumpen - sprich Inflation - herumreißen. Die Anzeichen, daß der amerikanische Immobilienboom und auch die Immobilienblasen anderswo - beispielsweise in Spanien - einbrechen, mehren sich. Und dann wären da noch die gigantischen Handels- und Zahlungsbilanzdefizite der USA und die enormen Zahlungsbilanzungleichgewichte innerhalb der Eurozone - primär auf Kosten Deutschlands.
Es ist deshalb aufschlußreich, daß am 13. Juni das Handelsblatt einen ganzseitigen Artikel brachte, der die Überschrift trug: "Zwei Köpfe für den Dollar - Wie Ben Bernanke und Hank Paulson die Finanzwelt retten sollen". Darin heißt es, daß der neue US-Notenbankchef Bernanke und der neuernannte US-Finanzminister Paulson, bislang Chef des Wall Street-Finanzhauses Goldman Sachs, vor der "Herkules-Aufgabe" stehen, "die Welt vor einem finanziellen Crash zu bewahren". Das Handelsblatt verwies auf das Trio von Exfinanzminister Rubin, seinem Stellvertreter Summers und Alan Greenspan, die Ende der 90er Jahre vor einer ähnlichen Lage standen. Damals nannte das Time-Magazin die drei "das Komitee zur Rettung der Welt". Der Handelsblatt-Artikel äußert aber Zweifel, ob das mit Bernanke und Paulson noch einmal "gut gehen wird". Insbesondere Bernankes Fähigkeiten zum "Krisenmanagement" wurden in Frage gestellt. Die Zweifel sind mehr als berechtigt, denn insbesondere Greenspans damalige "Rettungsmaßnahmen" haben entscheidend zur heutigen Krise beigetragen.
Zwei Tage nach dem Handelsblatt-Artikel trat dann das "Crash-Verhinderungsteam" unter Leitung des neuernannten Finanzministers Hank Paulson tatsächlich in Aktion. Trotz neuer schlechter US-Wirtschaftsdaten - bezüglich Inflation, Industrieproduktion, Komsumentenvertrauen und ausländischen Kapitalzuflüssen - stieg am 15. Juni der Dow Jones-Aktienindex um 1,8% und der Nasdaq um 2,1%. Am 16. Juni sagte ein hochrangiger Londoner Bankier gegenüber EIR: "Gestern haben Hank Paulson und sein ,Crash-Verhinderungsteam' ihren Einstand gegeben. Angesichts der neuen und schlechten Wirtschaftszahlen wurde Fed-Chef Bernanke angewiesen, eine ,Alles halb so schlimm'-Rede zu halten, in der er die Inflationsgefahr gezielt herunterspielte. Gleichzeitig wurden die bekannten ,marktstützenden Maßnahmen' eingeleitet. Den großen Finanzhäusern wurde ,nahegelegt', Aktienkäufe zu tätigen, und die ,Herde' in den USA und international hat mitgezogen. Jetzt ist klar, daß Paulson der Ober-Krisenmanager ist und Bernankes Traum, er könne in die Fußstapfen Greenspans treten, ausgeträumt ist. Ähnlich wie US-Finanzminister James Baker III. in der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat Paulson jetzt das Sagen. Aber die Probleme, vor denen Baker damals stand, sind geradezu harmlos gegenüber denen von heute."
Da hat IWF-Chef Rato schon nicht die Unwahrheit gesagt, wenn er vom immer schwierigeren "Drahtseilakt" der Zentralbanken sprach, denn wenn das System insgesamt nicht mehr funktioniert, dann muß jede Notmaßnahme der Zentralbanken innerhalb des Systems nur zu immer neuen, noch schwereren Problemen führen. Und das gilt genauso für "Crash-Verhinderungsteams" wie das von US-Finanzminister Paulson geleitete. Es ist an der Zeit, klar auszusprechen: "Das Spiel ist aus" - und zur Reorganisation des Weltfinanzsystems insgesamt zu schreiten.
Spica dazu:
Ob Mr.Kraus diese seine optimistische Aussage wohl auch in Zukunft in seinen Erfolgsnachrichten erscheinen läßt, bezweifle ich stark und würde sagen, das er voll daneben gelegen hat. Naja, so unterschiedlich können Einschätzungen von astrologischen Faktoren sein. Unten angeführt ist die Entwicklung des DAX im Mai. In der Tat! Bilder sagen mehr als 1000 Worte.