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Goldmaid

100g Mitglied

  • "Goldmaid" started this thread

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1

Monday, March 4th 2013, 9:20am

333er Gold darf sich bald nicht mehr Goldschmuck nennen

Zitat aus t-online:

333er-Gold darf sich bald nicht mehr Goldschmuck nennen
Die verhältnismäßig günstigen 333er-Glanzstücke werden oft als "Gold der Armen" verspottet, doch mit dem rasanten Anstieg der Goldpreise im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise
zog die Nachfrage nach Schmuck mit niedrigen Goldanteilen in vielen
Ländern Europas an. Eine EU-Richtlinie könnte den Käufern des beliebten
Goldschmucks in Deutschland jedoch bald den Spaß verderben: Erst ab
9-karätigem Gold (375er) darf sich der Schmuck dann noch "Gold" nennen.

333er-Gold ist künftig "goldhaltiges Metall"
In Deutschland ist Goldschmuck
vor allem in drei verschiedenen Legierungen gebräuchlich: 333er, 585er
und 750er. Ersteres ist eine 8-karätige Legierung, bei der auf 1000
Gewichtsanteile 333 Anteile reines Gold kommen, 585er wird auch als
14-karätig bezeichnet und 750er-Gold als 18-karätig. Eine EU-Richtlinie
will den Mindestfeingehalt heraufsetzen und die Stempelung künftig
EU-weit einheitlich regeln. Demnach darf sich 333er-Goldschmuck nur noch
"goldhaltiges Metall" nennen, es darf dann nicht mehr als Gold
bezeichnet werden. Es soll abgelöst werden durch 375er-Legierungen.
Erst ab 585er kann von "Schmuckgold" bzw. "hochwertigem Schmuckgold"
(750er) gesprochen werden. Der internationale Standard werde 750 Teile
von 1000 Anteilen reines Gold.
EU strebt nach höherem Mindestfeingehalt
In
vielen Ländern gilt die EU-Richtlinie bereits, in Deutschland wird sie
noch nicht umgesetzt. Zu groß sind die nationalen Interessen. Besonders
das Streben nach einem höheren Mindestfeingehalt für Gold (375 Promille)
und die vorgesehenen Kontrollen der Stempel sorgt hierzulande für
Verstimmung. Das deutsche Stempelgesetz ("Punzierung") gilt im
internationalen Vergleich als recht großzügig für Hersteller und Handel.
Die neue Richtlinie bringt neben dem neuen Mindestfeingehalt noch eine
Reihe von weiteren Erschwernissen (u.a. Punzierung auch für Platin und
Palladium, Stempelzwang, registrierter Firmenstempel).

Niedriger Goldanteil ohne Goldeigenschaften
Goldschmied
Harald Braam erläutert auf seiner Internetseite, dass Schmuck mit
"333/ooo" gestempelt bereits jetzt kein Goldschmuck ist: Es sei gerade
in Deutschland schwierig, "den Kunden davon zu überzeugen, dass der sog.
333er-Goldschmuck keine Goldeigenschaften aufweist, der Schmuck schon
nach kurzer Zeit seine häufig galvanisch aufgebrachte Vergoldung
verliert, und somit dunkel anläuft". Das Metall könne durch
Umwelteinflüsse wie Schweiß und Salze brüchig werden, es korrodiere und
verschleiße leicht. "Dieser Schmuck lässt sich auch kaum mehr weiter
verkaufen", schreibt Braam. Reparaturen und Änderungen seien zudem nur
mit sehr großem Aufwand möglich.
Boom von 750er-Goldschmuck in Frankreich
In
der Schweiz bezeichnet man 333er-Legierungen mit acht Karat bereits als
goldhaltiges Metall oder gar als Imitat. In Frankreich gibt es 333/ooo
Legierungen nur in billigen Ramschgeschäften, in Fernost nur auf
Basaren. In Frankreich dominiert bereits das 18-karätige Gold, das auch
als 750er Gold bezeichnet wird. Im vergangenen Jahr hätten die Händler
Schmuck aus diesem Gold im Wert von 1,9 Milliarden Euro verkauft,
versichert Hubert Lapipe vom französischen Branchenverband Francéclat.
Hauptgrund für die Trendwende ist der rapide Anstieg der Goldpreise,
die im Zuge der Krise 2011 um 23 Prozent und 2012 noch einmal um 14
Prozent in die Höhe geklettert sind. Dies hat auch die Preise für
18-karätiges Gold hochgetrieben.

Aufstieg des 375er-Goldes
Doch überrascht hat die Branche
"Gold der Armen". 2012 wurden in Frankreich Schmuckstücke aus
9-karätigem Gold im Gesamtwert von 400 Millionen Euro verkauft. Das
375er Gold sei heute "die Referenz", versichert Lapipe. Einige besonders
renommierte Juweliere weigern sich zwar immer noch, die minderwertigere
Goldlegierung zu verarbeiten. Doch immer mehr Händler passen sich dem
neuen Trend an. "Der Erfolg des 375er Goldes ist einfach: der Preis",
sagt Guy Subra, Vorsitzender des französischen Juwelierverbandes. Heute
könne es sich die Branche nicht mehr leisten, auf dieses Metall zu
verzichten. "Der Verbraucher fordert oft die billigsten Produkte."
Auch
in Deutschland ist das 375er Gold im Kommen, bestätigt Thilo Brückner
vom Bundesverband Schmuck und Uhren in Pforzheim, der rund 180
Hersteller vertritt. Der steigenden Goldkurs zwinge die Branche zudem zu
mehr Kreativität: "Die Hersteller machen aus der Not eine Tugend und
suchen nach neuen Legierungen."

Xray1

1000g Mitglied

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2

Monday, March 4th 2013, 9:54am

Nur recht so, das 333er Zeug kann man wirklich nicht Gold nennen. Längst überfällig eine solche Regelung.

Frage an die Experten hier: Wie sind denn die Eigenschaften vom 375er? 585er ist aus meiner Laiensicht physikalisch schon ganz ok, auch wenn ich der Meinung bin, man kann sich entweder 750er Schmuck leisten oder lässt es bleiben mit Goldschmuck. Aber 375? Ist das jetzt in Sachen Stabilität/Korrosion der entscheidende Schritt voran im Vergleich zu 333?

This post has been edited 2 times, last edit by "Xray1" (Mar 4th 2013, 9:57am)


Bellini

100g Mitglied

Date of registration: Feb 22nd 2010

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3

Monday, March 4th 2013, 1:01pm

Nein das 375er Gold reißts nicht raus. Die Materialeigenschaften ändern sich dadurch nicht gravierend. Wenn schon reguliert wird dann sollte das "korrekt" erfolgen. Eine Goldlegierung sollte daher aus meiner Sicht mehr als 50% Gold enthalten, erst dann kann man von einer Goldbasis-Legierung sprechen.
Beispiel Messing: enthält z.B. 38% Zink kein Mensch spricht von einer Zinklegierung sondern es ist eine Kupferbasislegierung weil über 60% Kupfer enthalten ist.

Wenn die Grenze zwischen 8 oder 9 Karat gezogen wird ist weder logisch noch konsequent bezüglich der allgemeinen Definition von Bassislegierungen. Also die 9 Karatlegierung ist genauso eine goldhaltige Legierung wie die 8 Karat Legierung. Goldlegierungen sind sie beide nicht.

Die logische Grenze wäre also bei 12 Karat oder korrekter bei > 12 Karat zu ziehen.

Gruß
Bellini
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe

René Descartes

This post has been edited 1 times, last edit by "Bellini" (Mar 4th 2013, 1:04pm)


Marbod

250g Mitglied

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4

Monday, March 4th 2013, 1:15pm

Eine alte nationale Reglung über deren Sinnhaftigkeit man sich streiten mag wird also mal wieder ledeiglich durch eine EU Regelung mit ebensolch zweifelhafter Regelung ausgetauscht.

Eine Grenze bei 12Karat verstünde ich ja noch-aber da tritt man ja dann auch dem frz. Gewerbe auf die Füße.
Und das darf man ja schließlich bitte nur mit den Schlandern machen.

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alibaba

5000g Mitglied

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5

Monday, March 4th 2013, 1:55pm

eine lange Zeit war die MischEhe verboten :D bei Bier gilt auch noch das deutsche Reinheitsgebot :D

333/1000 Gold ,ist Gold nach meinen empfinden nach :D nagut als Münze würd ich mir solch Zeug nicht zulegen :D

Gruss
alibaba :D
" Wo ich willkommen bin' lass ich mich nieder ,ansonsten geh ich wieder " ;)

" jeden Morgen steht die Lüge als erste auf ,bis die Wahrheit ausgeschlafen hat " :D

"Ich bin für mein Textinhalt verantwortlich ,nicht für das was du verstehst" 8o

sommerer

500g Mitglied

Date of registration: Feb 15th 2010

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6

Monday, March 4th 2013, 2:05pm

Die solln halt alles lassen wie´s ist.
Wer Schmuck aus einer 333er Legierung kaufen möchte - warum auch immer - der soll sie auch bekommen.
Freie Legierung für freie Bürger ! [smilie_happy]
Jedem sein Gusto !
Das Problem am EU-Sozialismus ist, dass ihm irgendwann das Geld der Deutschen ausgeht.

taheth

5000g Mitglied

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Location: Schwaben / Deutsche Demagogische Deppublik

Occupation: Matrix-Flüchtling

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7

Monday, March 4th 2013, 2:43pm

Die solln halt alles lassen wie´s ist.
Wer Schmuck aus einer 333er Legierung kaufen möchte - warum auch immer - der soll sie auch bekommen.
Freie Legierung für freie Bürger ! [smilie_happy]
Jedem sein Gusto !
Trompetengold für alle. :D
Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • "Die silberne Bockwurst" has been banned

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Posts: 1,111

Location: Stadt ohne Hafen

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8

Monday, March 4th 2013, 4:14pm

Die solln halt alles lassen wie´s ist.
Wer Schmuck aus einer 333er Legierung kaufen möchte - warum auch immer - der soll sie auch bekommen.
Freie Legierung für freie Bürger ! [smilie_happy]
Jedem sein Gusto !
Trompetengold für alle. :D

Ich will ja nicht besserwissen.....oder doch :)
Nannte man nicht 333er Gold Trompetenblech?

Trompeten ganz aus Gold (22k) gibt es wirklich, so wie Klarinetten aus Sterling-Silber,...
[smilie_denk]

This post has been edited 1 times, last edit by "Die silberne Bockwurst" (Mar 4th 2013, 4:16pm)


ECU

1000g Mitglied

Date of registration: Oct 7th 2009

Posts: 1,709

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9

Monday, March 4th 2013, 5:29pm

Dann sind ja die tollen Gedenkprägungen in Zukunft nicht mehr aus Gold ;( :thumbsup:
"Ich habe eine Verantwortung als Bürgermeister, die ich wahrnehmen muss, damit ich sie später missbrauchen kann"
Comicfigur Dr Heinz Doofenshmirtz in "Phineas und Ferb " Folge 53

Tilo

1000g Mitglied

Date of registration: Aug 17th 2007

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Location: Sachsen

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10

Monday, March 4th 2013, 10:10pm

im prinzip würde es reichen, das korrosionsanfällige Zink nur als minimale Gießverbesserungszutat zuzulassen statt die heutzutage wegen der Frabe im 333/375 üblichen 11% oder so
und noch besser: galvanische farbverfälschende Beschichtungen verbieten
das wäre schön, damit würden 2 Sachen erreicht: 333 würde durchaus halbwegs haltbar sein
aber es würde bereits im Laden so wenig nachgelbem Gold aussehn, daß mehr 585 und höher gekauft würde
und der ärgerliche Pseudobicolorquatsch wäre nicht mehr verkehrsfähig, Rhodium auf Gelbgold, was für ein Schwachsinn

The real Goldnase

20g Mitglied

Date of registration: Dec 24th 2009

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11

Tuesday, March 5th 2013, 8:04am

333er Gold hat durchaus seine Geschichte.

Im Mittelalter legierten die Kolumbianer 2/3 Kupfer mit 1/3 Gold. Um einen schönen Goldton zu erreichen wurde es erhitzt und in oxalsaurem Pflanzensaft gebadet.
Quelle: Buch Edition Deutsche Bank "GOLD" von 1986 Seite 158

Ich persönlich halte auch nicht viel von niedrigen Goldlegierungen. 333 oder 375 macht für mich allerdings auch keinen Unterschied. Da setzt sich wieder der Regelungswahn der EU durch.
Endlich habe ich meine eigene Währung!

This post has been edited 2 times, last edit by "The real Goldnase" (Mar 5th 2013, 8:05am)